| Veranstaltung: | Kreismitgliederversammlung 12.09.2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 5.4. Wahl von 6 ordentlichen Delegierten nach Landeswahlgesetz |
| Antragsteller*in: | Tina Conrady (OV Erftstadt) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 24.06.2026, 14:39 |
A3: Tina Conrady
Selbstvorstellung
Bewerbung als Delegierte für die Listen-LDK & ordentliche LDK
Liebe Freundinnen und Freunde,
ich bin Tina Conrady, 52 Jahre alt, lebe in Erftstadt und arbeite seit fast 25 Jahren als Assistentin der Geschäftsführung bei einer Fernsehproduktionsfirma in Hürth.
Seit fast sechs Jahren bin ich Vorsitzende der Grünen Erftstadt, zwei Jahre war ich zudem Ratsmitglied und stellvertretende Vorsitzende des Kulturausschusses; heute halte ich neben dem Parteivorsitz kein weiteres Mandat.
Und genau darauf möchte ich hinaus: Nach fast sechs Jahren bin ich immer noch „nur“ Vorsitzende meines Ortsverbands. Kein Fraktionsvorsitz, kein Aufsichtsrat, kein zweites oder drittes Gremium. Ich sammle keine Ämter wie andere Leute Briefmarken – mein Album ist leer, dafür ist mein Kalender voll mit Basisarbeit. Und genau das macht mich frei und ungebunden. Mein Ohr ist dauerhaft an der Basis, weil ich dort politisch lebe – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.
Politisch lasse ich mich nicht in Schubladen stecken. In meiner Brust schlagen zwei grüne Herzen; eines für jeden Flügel. Entscheidungen mache ich vom Thema abhängig und nicht von taktischen Erwägungen. Ich höre mir Argumente an, bevor ich urteile. Das ist mein Arbeitsstil. Und diesen Stil nehme ich auch mit auf Delegiertenkonferenzen.
Erfahrung bringe ich auch mit: Ich bin seit Jahren Bundesdelegierte, kenne die Abläufe und weiß, wie sich ein Parteitag anfühlt, wenn es ernst wird. Ich gehe nicht „mal eben“ auf eine Konferenz; ich bin vorbereitet: Ich lese Anträge, arbeite mich ein, verstehe Änderungsanträge, sortiere Konfliktlinien und bilde mir eine fundierte Meinung, bevor ich im Plenum die Hand hebe.
Worauf werde ich beim Landtagswahlprogramm achten? Vor allem auf Praxistauglichkeit. Ich weiß, was vor Ort passiert, was in den Kommunen passiert. Ich weiß, was bei uns im „Rewe“ los ist – sprich: im Rathaus, im Ausschuss und in den kleinen Ortsteilen.
Ein Programm, das in Düsseldorf gut klingt, aber in den Kommunen nicht funktioniert, hilft niemandem.
Zwei Jahre im Rat haben mir sehr deutlich gezeigt, wie eng der finanzielle und personelle Spielraum einer Kommune ist.
Wenn wir Klimaschutz, Wohnen und Daseinsvorsorge ernst meinen, dann dürfen wir den Kommunen nicht nur Aufgaben aufladen, sondern müssen ihnen auch die Mittel geben, diese Aufgaben zu erfüllen.
Das Wahlprogramm ist am Ende auch die Grundlage für einen Koalitionsvertrag – deshalb muss es ausgewogen, praxistauglich und nicht auf Kosten der Kommunen gestrickt sein. Deshalb werde ich darauf achten, dass unser Wahlprogramm ambitioniert ist, aber gleichzeitig realistisch und umsetzbar bleibt.
Bei der Listenaufstellung selbst werde ich auf Kompetenz, Themenvielfalt und unterschiedliche Perspektiven achten – nicht darauf, wer am längsten oder an den meisten Stellen gleichzeitig dabei ist.
Wer die Vielfalt unserer Partei ernst nimmt, muss Plätze für unterschiedliche Erfahrungen und unterschiedliche Flügel freihalten, statt immer dieselben Gesichter nach vorne zu schieben.
Ich bin zuverlässig und ich bin Teamplayerin. Ich kann hart in der Sache diskutieren und danach trotzdem gemeinsam weiterarbeiten. Denn das gemeinsame Ergebnis ist wichtiger als das eigene Ego. Wenn ihr eine Delegierte wollt, die weiß, was „bei Rewe“ passiert, die offen in Debatten geht, die sich keinem Lager verpflichtet fühlt, die ihre Entscheidungskriterien klar benennt und die Stimme der Basis mit auf die Landesebene nimmt, dann bitte ich euch um euer Vertrauen und eure Stimme für mich als LDK-Delegierte und für die Listen‑LDK im November.
Vielen Dank!
Eure Tina
- Alter:
- 52
- Geburtsort:
- weiblich